Kleine grüne und rote Überraschungen

Zwei winzige Insekten-Überraschungen – eine grüne und eine rote – fanden sich vor ein paar Tagen in der Mittagssonne auf ein- und demselben der Austernpilze Pleurotus ostreatus an der Eiche im Garten ein:

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Die kleine Zwergzikaden-Nymphe, sehr wahrscheinlich eine Gemeine bzw. Nördliche Strauchzirpe Fieberiella septentrionalis, hatte mit ihrem leuchtenden Grün und jähen Hüpfern meine Aufmerksamkeit auf sich gezogen, das orangerote Insekt mit den langen Fühlern dagegen habe ich sogar erst beim Betrachten der Fotos auf dem grossen PC-Monitor entdeckt; zunächst hielt ich es für einen Birkensamen!


Vielleicht hätte ich sonst ein etwas schärferes Bild auch von diesem rätselhaften Wesen bekommen können, aber klickt man die kleinen Bilder zum Vergrössern an, lässt sich auch so erkennen, dass es sich wahrscheinlich ebenfalls um eine Larve von etwas handeln muss, ohne dass ich eine Idee hätte, wovon. Die Fotos sind vom Mittag des 23. Dezember 2019, aufgenommen am Fuss der abgestorbenen Eiche, Lüchow im Wendland, Lüchow-Dannenberg, Niedersachsen.

9 Gedanken zu “Kleine grüne und rote Überraschungen

  1. Erstaunlich! In früheren Wintern hatte man nie diese üppige Pilzpracht, wie sie auch bei uns zu bewundern ist und erst recht keine winzigen Insekten darauf, sondern allenfalls eine Reif- oder Schneedecke. Erstaunlich auch, wie schnell sich die Winzlinge an die geänderten Verhältnisse anpassen. Wenn jetzt noch ein Wintereinbruch kommt, müssen sie sehen, dass sie ein warmes Plätzchen finden.

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    • Diese Beobachtungen sind bei mir im Garten einfach sehr nah herangerückt, so dass bequem zu beobachten ist, was ich früher nicht zu sehen bekommen habe, denn solche Bäume sind in den forstwirtschaftlich betreuten Wäldern hier herum zu finden gar nicht möglich.
      Die dicke und inzwischen mit Hohlräumen aufwartende Eiche ist wahrscheinlich einer der komfortabelsten Aufenthaltsorte für solche Tierchen, die Wärme an der Oberfläche ebenso schnell herauslocken kann, wie sie darin vor einem Kälteeinbruch gut isolierten Schutz finden, noch dazu, wo ein aktives, grosses Mycel und die Zersetzungsprozesse im Inneren eine gute „Heizung“ abgeben.

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  2. Das sehe ich auch so. Vor dem Fotografieren steht m.E. aber noch der Wunsch, bestimmte Dinge, die einen interessieren, gewissermaßen zwischenzeitlich auszulagern, weil sie in der Überlagerung der vielen weiteren Eindrücke leicht vergessen werden. Anhand der Bilder kann ich die Erlebnisse wieder zum Entflammen bringen.

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  3. Wow, tolle Fotos. Ich habe gerade das Gefühl, in die Tiefen eines Ozeans hinabzusteigen und seltene Meeresbewohner zu entdecken. Aber alles geschieht an Land und ist nicht weniger faszinierend. Toll, die Linse lohnt sich!

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