Mittagsrunde im Garten am letzten Novembertag

Eine kleine, sonnige, aber immernoch kalte Mittagsrunde durch den Garten, am letzten Novembertag:

 

1. Was der Fenchel Foeniculum vulgare wohl vorhat? Oben tragen die mir weit über den Kopf gewachsenen Stängel Samendolden mit trockenen Früchten, und die gefiederten Blättchen hängen braun und frostschlaff herunter, aber unten, zwei Handbreit über dem Boden, treibt die Pflanze frisch und grün aus.
2. Auch die Hainschwebfliege Episyrphus balteatus zu sehen, überraschte mich. Während sich im Schatten immer noch Rauhreifkristalle hielten, setzte sie sich zum Sonnenbaden auf die Südseite einer Gabionenwand mit Feldsteinen.
3. Die vielen jungen Austern-Seitlinge Pleurotus ostreatus am Eichenstamm sind von einem Tag auf den anderen schon wieder ganz offensichtlich gewachsen. Wie kann ich sie da nicht fotografieren?!
4. Auch bei dem männlichen Haussperling Passer domesticus war ich mir nicht ganz sicher, ob er sich zum Futtern oder zum Sonnen neben den Schrumpeläpfelchen im Apfelbaum niedergelassen hatte. Er war ganz unspatzenhaft gemächlich bei der Sache, vermutlich auch, weil er anscheinend der bisher erste und einzige Gast am frisch aufgehängten Knödelkörbchen war.

Fotos vom Mittag des 30. November 2019 im Garten, Lüchow im Wendland, Lüchow-Dannenberg, Niedersachsen. Zum Vergrössern bitte die kleinen Bilder in der Galerie anklicken!

9 Gedanken zu “Mittagsrunde im Garten am letzten Novembertag

  1. Die Natur schaukelt zwischen Winter- und Frühlingsanfang … und noch immer ist das Land ziemlich bunt, wenn auch heute leider wieder der Himmel grau ist, ja, gestern war ein herrlich strahlender Tag!

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  2. Gerne würde ich mal meinen Garten inspizieren, ist aber mal wieder nicht möglich. Deinen guten Tipp konnte ich nicht verwirklichen, aber das wird schon noch. Gerade traut sich die Sonne bei 0°.
    Alles Liebe <3 Mathilda

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    • Nicht direkt geimpft, aber ich hatte vor Jahren schon Austernpilzabfälle aus dem Handel dort verstreut, und ein anderes Mal, auch einige Jahre her, aus einem Erlenwäldchen in der Nähe einen toten Ast mit genau so aussehenden jungen Austern-Seitlingen mitgebracht und dort hingestellt. Eines von beidem wird es gewesen sein, ich schätze, letzteres, wegen der passenden Farbe:
      An dem Erlenstubben im Wäldchen sind zur Zeit auch gerade wieder Austern-Seitlinge erschienen, die sehen ihnen exakt ähnlich. Die aus dem Handel sind in der Regel viel heller.

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        • Damals lebte die Eiche noch und es war auch nicht vorherzusehen, dass sie beschädigt war. Es gab andere Baumstümpfe in der direkten Nähe, an die ich gedacht hatte, die aber nichts angenommen haben. Die Eiche musste 2016 wegen Sturmschäden entkront werden, woraufhin sie im Laufe des darauffogenden Jahres abstarb, und immer sichtbarer wurde, dass der Riss schon vorher langsam aber sicher entstanden sein musste und bereits viel tiefer war, als von aussen zu sehen. Ich weiss also nicht, ab wann das Mycel dort schon die erste Besiedlung getätigt hat. Die Pilze sind voriges Jahr zum ersten Mal zutage gekommen.

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