Die Zeit der Flechten

Die meisten Blüten vergehen im November, aber dafür belebt die Witterung Moose und Flechten:

2019-11-01 LüchowSss Garten Trompeten-Becherflechte (Cladonia fimbriata)

Neben der Trompeten-Beckerflechte Cladonia fimbriata oben gibt es im Garten auch einige schöne Gelbflechten:

2019-11-03 LüchowSss Garten-Rundgang Gewöhnliche Gelbflechte (Xanthoria parietina)

Die Gewöhnliche Gelbflechte Xanthoria parietina vom Foto sitzt auf einem der abgesägten Äste der grossen Hasel, und wegen der Schönheit der darauf angesiedelten Flechten hat dieser einen Sonderplatz bekommen.

Wem würde beim Anblick von Flechten die Idee kommen, dass sie den Raupen zahlreicher verschiedener Nachtfalterarten aus der Familie der Eulenfalter als Futterpflanze dienen? Einige der Falter gelten als geschützt, man kann also nicht nur mit Blumen zum Erhalt der Insektenwelt beitragen.

Fotos vom 1. und 3. November 2019 im Garten, Lüchow im Wendland, Lüchow-Dannenberg, Niedersachsen.

22 Gedanken zu “Die Zeit der Flechten

  1. Wie schön du sie zeigst, stimmt es, dass der Wuchs von Flechten auch von der Luftqualität abhängt? Du weißt sowas doch sicher! Bei uns jedenfalls seh ich sie nicht so häufig, sehr schade!

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    • Ja, die Sache mit der Luft stimmt, schlägt aber aber sowohl nach der einen Seite, die unsereiner als sauber empfindet, genauso aus, wie nach der anderen Seite, wo mensch die Nase rümpft, aber die landwirtschaftlich stickstoffangereicherte Luft den Flechten als nährstoffreich und damit passend daher kommt.
      Gerade diese hübsche Gelbflechte ist so eine Liebhaberin güllegeschwängerter Landluft, kommt aber auch mit städtischer Luftverschmutzung zurecht.
      Wer weiss, woran es ihr bei euch mangelt – vielleicht ist die Luft zu sauber?

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      • Interessant. Aber ich habe tatsächlich keine Ahnung , woran es denn nun hier mangelt. Letztens am Haltener Stausee gab es auch viele Flechten im Wald, aber hier? Ich werde mal die Augen offen halten, vielleicht finde ich mehr, als ich dachte🤔

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        • Manchmal „kleben“ sie sogar auf Mauern oder befestigten Wegen. Ich laufe schon seit Jahren täglich über welche auf einem geteerten Feldweg hinweg, bei denen ich mich immmer wieder frage, weshalb ihnen das nichts ausmacht, dass immer auf ihnen herumgefahren wird.

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  2. Seit der saure Regen weg ist, gibt es sie wieder, die Flechten. Wir haben welche auf den alten Obstbäumen und am Dach. Die auf den Bäumen sind sehr fotogen, die auf dem Dach finde ich aber fast besser. Die wachsen nämlich quasi im Nichts. So schöne gelbe haben wir aber nicht. Danke für die Fotos. Ist ein guter Denkanstoß, Flechten zu fördern, die sind so anspruchslos, dass sie niemandem den Platz wegnehmen.

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    • Eure Luft scheint, was die speziellen Zutaten angeht, sauberer zu sein als unsere zwischen den immer wieder organisch gedüngten Feldern. Die Moose und Flechten auf dem Dach mag ich auch sehr. Unsere Dachpfannen sind noch gar nicht so alt, aber sehen gut besiedelt aus, und so wird eine an sich öde Fläche doch noch für Leben nutzbar. Die Spatzen und Bachstelzen wissen das schon längst.

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