C-Falter und Kleine Perlmuttfalter

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Dass die erste Septemberwoche mit so viel erfreulichen Entdeckungen beginnt, hatte ich nicht erwartet. Neue Schmetterlingsgesellschaften finden zusammen, zum Beispiel die Kleinen Perlmuttfalter mit den C-Faltern, die , weil auf den ersten Blick sehr ähnlich gefärbt, anscheinend gern beieinander sind:

Kleiner Perlmuttfalter Issoria lathonia und C-Falter Polygonia c-album auf den Blüten desselben weissen Schmetterlingsflieder-Strauchs Buddleja davidii, fotografiert am 6. September 2019 im Garten, Lüchow im Wendland, Lüchow-Dannenberg, Niedersachsen. Zum Vergrössern bitte anklicken.

Eumenes coronatus – eine Töpferwespe am Schmetterlingsflieder

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Der Aufwand, den ich betreibe, um die trockenen Blütenstände der Schmetterlingsflieder herauszuschneiden, und so die Blütezeit zu verlängern, lohnt sich, denn immer neue Insekten freuen sich über die Blüten. Gestern entdeckte ich zum ersten Mal eine Töpferwespe oder auch Pillenwespe daran:

Diese zu den Solitären Faltenwespe gehörende Art hat anscheinend keinen eigenen deutschen Namen, nur den gemeinsamen mit den anderen sieben Eumenes-Arten in Deutschland: Töpfer- oder auch Pillenwespe.
Der Name nimmt Bezug auf die Art und Weise, in der sie aus Lehmgemisch die Brutzellen für ihre Nachkommen an einen hölzernen oder steinernen Untergrund kleben, und in diese „Töpfchen“ je ein Ei legen, dem sie vor dem Verschliessen noch mit einem Insekt verproviantieren.
Im Fall der Eumenes coronatus vom Bild handelt es sich dabei um Raupen, vor allem von Spannern, also Nachtfaltern. Die erbeutete Raupe wird von der Wespe mit einem Stich gelähmt, bevor sie diese dem Ei in das 10 mm durchmessende pillenförmige Gebilde beigibt; anschliessend wird die Brutzelle verschlossen und sich selbst überlassen.
Eumenes coronatus fliegt von Mai bis September, und bevorzugt sonniges, offenes Gelände, wie Ödland, Wegränder, Kiesgruben – und offenbar neuerdings auch meinen Garten. Sie kommt nicht nur in Europa, sondern auch in Asien vor.

Foto vom 6. September 2019 im Garten, Lüchow im Wendland, Lüchow-Dannenberg, Niedersachsen.

Admiral im Zwetschenglück

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Nicht nur einen Admiral Vanessa atalanta fand ich gestern am Boden unter dem Zwetschgenbaum, den süssen Saft aus den Früchten saugend:

Dieser Falter sitzt auf einer Frucht, die von Starenschnabelhieben bereits geöffnet wurde, daher rührt das Loch. Wahrscheinlich gibt es bereits eine Gärungsnote und somit ein Maximum an Energiegewinn aus dem Fallobst für den Admiral.

Das blaue Schillern auf der Unterseite des Vorderflügels vom oberen Bild ist aber kein Alcotest, das kann er immer, wenn das Licht günstig auf diese reflektierende Partie trifft. – Fotos vom Vormittag des 6. September 2019 im Garten, Lüchow im Wendland, Lüchow-Dannenberg, Niedersachsen.