Der Sommer schwindet dahin (2)

Ein grosser Teil der Sommerblüte ist vorüber, aber es gibt nach wie vor viele Blüten im Garten, allerdings werden die nach der Abkühlung kaum noch besucht, wie die folgenden Galerie-Bilder zeigen:

Vor wenigen Wochen waren die Blüten der Gelb-Skabiose Scabiosa ochroleuca beinahe ständig von verschiedensten Faltern, Bienen und Hummeln besucht, selbst bei bedecktem Himmel, wie auch das Echte Johanniskraut Hypericum perforatum nur bis Anfang August noch von den anscheinend letzten Dunklen Erdhummeln umsummt wurde.

Es gibt nach wie vor blaue Glöckchen, nicht nur an diesen Rundblättrigen Glockenblumen Campanula rotundifolia, sondern auch an anderer Stelle im Garten an den Stängeln der Pfirsichblättrigen Glockenblume, aber die kleinen, darauf spezialisierten schwarzen Scherenbienen sind schon verschwunden. An der Wegwarte Cichorium intybus traf ich gestern nur ein müdes, ausgeblichenes Ackerhummel-Männchen Bombus pascuorum mit zerrupften Flügeln.

Der Feinstrahl bzw. das Einjährige oder Weisse Berufkraut Erigeron annuus hatte meist mehrere kleine Wespen, Schwebfliegen und andere Fliegenarten um sich und das Echte Eisenkraut Verbena officinalis zog mit seinen kleinen Blüten stets kleine Hummeln wie die kleineren Arbeiterinnen der Dunklen Erdhummeln oder der Ackerhummeln sowie Honigbienen an, aber da tut sich auch nicht mehr viel. Ebensowenig an den Blüten des Immergrünen Gamanders Teucrium x lucidrys, der zuvor den Dunklen Erdhummeln gehörte, und einigen Wollbienen.

Beharrlich zeigen sich nur die Minzeblattkäfer Chrysolina herbacea auf der Grünen Minze, die mit ihrer metallischen Schönheit ihr Leben vor meiner Ungehaltenheit angesichts ihrer Gefrässigkeit immer noch retten können.
Aber zu meiner ganz grossen Freude gedeiht die zurückgeschnittene Hasel Corylus avellana ganz grossartig, wie auf dem letzten Bild zu sehen. Denselben Strauch ist im Artikel > Die Hasel kommt wieder vom 2019/07/09 zu vergleichen. Für ihn und alles Neu- und Umgepflanzte ist die Abkühlung um nahezu zehn Grad Celsius ein Segen, auch wenn ich mental auf einen solchen Bruch noch gar nicht eingestellt bin.

Die Fotos im Beitrag sind entstanden zwischen dem 15. und 17. August 2019 im Garten, Lüchow im Wendland, Lüchow-Dannenberg, Niedersachsen. Zum Vergrössern bitte die kleinen Bilder anklicken.

5 Gedanken zu “Der Sommer schwindet dahin (2)

  1. Hi, Heide. Your garden, birds and nature have been essential to me these days. Monday, 19, I do the last application of chemotherapy. I’m fine and that’s fine, I repeat, it’s in the daily look in your garden. Thank you so much. Glad to have found you and all the nature around you.

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  2. Der Käfer ist wirklich ein „Goldstück“ – ein Goldgrünstück 🙂 Immerhin blüht noch einiges bei dir und auch das mit der Hasel ist schön zu hören! Ein paar Hummeln lassen sich im Moment regelmäßig am Wasserdost blicken, aber ich glaube zur Zeit nur Drohnen. Sogar Baumhummeldrohnen drehen hier immer noch ihre Runden (es sei denn, ich verwechsel sie diesmal mit Ackerhummeln, aber ich glaube nicht).

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