Mehr im Garten als im Blog

Während der vergangenen Woche war ich noch mehr im Garten aktiv als im Blog als in den Wochen zuvor, in denen ich dennoch täglich für mindestens einen kleinen Artikel Zeit und Lust gefunden hatte, aber der Abschnitt der vergangenen Woche hat mich zu sehr geschafft, und ich bin froh, dass ich den hinter mir habe:

2019-08-11 LüchowSss Garten neues Beet vor der südlichen Hauswand

Vorher hatte ich schon mal angedeutet, dass Kandelaber-Ehrenpreis und Wasserdost unter der Hitze des Sommers 2018 und 2019 deutlich zeigten, wo im Garten sie am falschen Platz standen, und so hatte ich mir nach deren Abblühen vorgenommen, diese Stauden von ihrem Standorten im Beet vor der südlichen Hauswand an halbschattigere Plätze zu versetzen, und darum hatte ich das so nahezu frei werdende Beet neu zu gestalten, denn auch die Taglilien wirkten in diesen beiden heissen Sommer dort suboptimal untergebracht, obwohl sie schon, genau wie Wasserdost und Kandelaber-Ehrehpreis, mehrere Jahren lang diese Plätze inne hatten. Sie sind also auch umgezogen.

2019-08-11 LüchowSss Garten neues Beet vor der südlichen Hauswand (2)

Statt der oben genannten Stauden kamen weitere Garten-Eibischsträucher Hibiscus syriacus, Blauraute Perovskia atriplicifolia und Eselsohren Stachys byzantina ins Beet, Silberblatt-Salbei Salvia argentea, ausserdem Sämlingsrosetten der Kleinblütigen Königskerze Verbascum thapsus und Kronenlichtnelken Silene coronaria und einige Storchenschnabel-Pflanzen Geranium deren Sortennamen mir entfallen ist, die aber vorher so trockene Plätze inne hatten, dass ihnen der Umzug einige Meter weiter kaum schaden wird, und, als grösstes Wagnis, habe ich auch meine beiden grossen Rosmarine Rosmarinus officinalis umgesetzt, die viel zu beengt gestanden hatten.

In den nächsten Tagen werde ich mich erstmal vorwiegend auf das tägliche Giessen und Gut-Zureden beschränken, denn ich bin zugegebenermassen erstmal fix und foxi von „den paar Metern“ mit Pflanzen und Feldsteinen.
Fotos vom Nachmittag des 11. August 2019 im Garten, Lüchow im Wendland, Lüchow-Dannenberg, Niedersachsen.

36 Gedanken zu “Mehr im Garten als im Blog

    • Ein Garten ist nie fertig, glaube ich, denn selbst wenn man nichts ändern wollte, gibt es doch immer wieder Gründe dafür, die sich aus den natürlichen Ereignissen entwickeln.
      In einem heissen Sommer kann man ja auch gar nicht anders, als sich Zeit zu lassen.

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  1. Sehr sehr schön ist der Garten – ganz“mein Ding“. :-) Bei mir sieht es recht wüst aus zurzeit, die Hexenschusswochen haben einen Urwald entstehen lassen lassen – selbst für mich „zu viel des Guten“…

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    • Ja, ich war über den Frühling auch verletzungsbedingt wochenlang nicht in der Lage, und bin nur herumgehumpelt, aber ein Naturgarten verkraftet das ja ganz gut, und besser ist, es wuchert, als dass es eingeht. Unter den klimatischen Gegebenheiten bin ich sowieso der Ansicht, dass alles, was wuchern kann, recht hat, und was unbetüddelt eingeht, nicht den Umständen gewachsen ist – so gesehen ist es ganz gut, den Dingen eine Zeitlang ihren Lauf zu lassen und dann, wenn es wieder geht, die Kooperation zu würdigen und ihr höchstens eine zufriedenstellende Form zu geben. Bei uns, da wir nach wie vor kaum Regen bekommen, während woanders die Keller vollaufen, ist es der vernünftigste Weg, den Zeichen der Pflanzen zu folgen …. Gerade sehe ich den neuen Kommentar von „Wildgans“_Sonja, dass der Garten ein feiner Lehrmeister sei, und perfekter kann man es nicht ausdrücken.

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      • Ja, genau so sehe ich es auch. Der Garten wandelt sich, er weiß, warum er es tut, und er macht das gut. Da ich Pflanzen wie die Köngiskerzen sehr mag, kann ich dem Wandel zumindest ein ästhetisches Freudengefühl abgewinnen…

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          • Nachtkerzen gedeihen prächtigst bei mir. Ich mag sie auch gern. Obwohl ich manchmal denke, eines morgens öffne ich die Küchentür und ich komme nicht mehr raus vor lauter Nachtkerzendschungel und sie quellen herein… :-)
            Fenchel habe ich erst im letzten Jahr gepflanzt, aber er ist schon ganz hübsch gewachsen. Er ist ein tolles Fotomodell bei Regen – die Tropfen setzen sich so schön in sein zartes Grün. Wenn es denn Regen gibt…

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            • Die Vitalität der Nachtkerzen ist schon enorm. Aber sie sind so leicht herauszuziehen, wenn man genug hat, dass es mehr Überwindung kostet als Mühe, es auch tatsächlich zu tun. Hab mich schon dabei erwischt, dass ich es ihnen erkläre. Man weiss ja nie.
              Die Fenchelblätter ersetzen mir den Dill im Salat, und ab und zu knabbere ich im Vorbeigehen ein paar noch grüne Samen – ich glaube, davon brauche ich noch mehr Pflanzen.

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              • Stimmt… man weiß es nicht. :-) Wir Menschen wissen tatsächlich so wenig…
                An Fenchel-Zuwachs habe ich auch schon gedacht. Zurzeit mangelt es an Platz. Aber im nächsten Frühjahr wird sich bestimmt Platz ergeben haben.

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                  • Nachts, manchmal auch tags, treiben sich hier im Garten mindestens 3 Nachbarskatzen herum, von denen ich weiss. Was die da tun ausser Schlafen, die Vögel belästigen und mir ihre Haufen hinterlassen, weiss ich nicht – nützlich machen sie sich jedenfalls nicht. Es ist die absolute Feldrandlage ohne schützende Wurzelgeflechte alter Bäume. Als meine Eltern noch den zubewucherten „Wals“ rund um das alte Häuschen hatten, gab es nach den Anfangsjahrzehnten keine Mäuse mehr. Ich war leider nicht wach genug, als ich beim Neubau die Baumwurzeln auch entfernen liess.

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                  • Oh. Keine erfreulichen Katzenbekanntschaften… Leider weiß ich keinen Rat gegen Wühlmäuse. Ich habe mal gelesen, dass diese große Wolfsmilch sie vertreiben soll. Aber ob’s stimmt…?

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                  • Stimmt nur bedingt, sie meiden einfach einen Umkreis von ca. 1 m. Ausserdem gibt immer auch Banausen-Mäuse, denen es egal ist wie es stinkt: auch Knoblauch und die Kaiserkronen wurden sogar schon gefressen.

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  2. Alle Achtung für diese große Umsetzungs/-bettungsaktion im Garten!
    Ich hoffe, es war insgesamt ein nachhaltiger Erfolg, soweit das vor Ablauf eines vollständigen (Garten-)Jahres schon zu sagen ist!?

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    • Bisher bin ich überaus zufrieden, denn die Rosmarine blühen prächtig, und soweit ich sehen kann, haben die Garteneibisch-Sträucher alle lebende Knospen angesetzt – die sind im Frühling immer spät dran und bei denen bangte ich am längsten, aber die waren ja getopft gekauft, das war zu erwarten. Die Umpflanzung der Rosmarine war für mich das grösste Glücksspiel dabei. Der milde Winter war sicher hilfreich.

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