Anderswo, aber anregend

Ein Wildstaudentraum von einem Garten, den ich im Web gefunden habe, als ich nach weiteren Wildstauden für den eigenen Garten gesucht habe. Die Besitzer zeigen ihren Garten aber nicht nur im Web, sondern lassen ihn auch tatsächlich besuchen. Auf der Seite fand ich auch das Video vom „Sommer im Staudengarten Gross Potrems“ :

Sommer im Staudengarten Gross Potrems – YouTube

„Es wird ein 1000 m² großer Staudengarten im Naturalistischen Gartenstil gezeigt. Die traditionellen Staudenrabatten werden durch Staudenwiesen ersetzt, die hauptsächlich aus Wildstauden und Gräsern bestehen. Wildstauden sind für mich nicht nur einheimische Stauden, sondern Stauden aus ganz Europa, Asien und Amerika.“ (J. Wegner)

Mehr darüber lesen in den blogspot-Blogs der Gartenbesitzer Gabi & Jochen Wegner über ihren offenen Garten in Gross Potrems in Mecklenburg-Vorpommern, Landkreis Rostock: > Wildstaudenzauber.de und > Wildstauden.blogspot


Einen Garten mit Wildstauden statt mit Schauformen zu bepflanzen, mit Pflanzen, die zu den Bedingungen passen statt sie zu verändern, in Kombination mit sich von allein zeigenden „Lückenfüllern“, ist die Sichtweise, die meinen eigenen Vorstellungen entspricht. Auch die Offenheit, dazu Wildstauden aus anderen Ländern mit einzubeziehen, finde ich einem Garten, aber auch den sich verändernden Klimabedingungen angemessen.
Inzwischen erweist es sich durch die Klimaveränderung nicht nur bei Bäumen als überholt, sich an Gut- und Böse-Zuweisungen wie „heimische Pflanze“ oder „Neophyt“ zu klammern, und schon gar nicht in Gärten, die traditionell mit Pflanzen besetzt werden, die weder heimisch sind, noch natürlichen Vorkommen entsprechen.
Statt in hilfloser Ahnungslosigkeit wertvolle Bodenflächen mit Kies, Schotter oder Mustern aus gefärbtem Rindenmulch zu bedecken, die noch dazu ständig chemisch „sauber“ gehalten werden, ist es schöner, sinnvoller und sogar sparsamer, Wildstauden mit natürlichen, insektenfreundlichen Blütenformen zu pflanzen, die mit Trockenheit und dadurch verringerter Nährstoffaufnahme ohne ständiges menschliches Dazutun zurechtkommen.

7 Gedanken zu “Anderswo, aber anregend

  1. Mir gefällt das, aber so ein großes Grundstück hat nicht jeder.Begnüge mich mit meinem Beet. Herr Nachbar hätte auch gerne noch die Hecke gekürzt…am besten ganz weg, da sein Gemüse dort wächst. Und ja, der Kirschbaum ist vieeeel zu groß und sollte auch weg. Bleibt alles so…, er kann sein Gemüse an anderer Stelle im Garten anbauen.

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  2. Sehr schön! 1000 qm, alter Schwede! Wenn man hinten aufhört, fängt man vorne wieder an was ;-) Ich sehe das ähnlich, bis auf die Hardcore-Neophyten, wie den Japanischen Riesenknöterich etc, aber auch die werden wir vielleicht nicht mehr los. Also muß man sich wohl umgewöhnen. Dazu kommen noch viele wärmeliebende tierische Einwanderer. Alles anders, alles neu….

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