Ungewöhnliche Sternhyazinthe

Vor genau drei Monaten schrieb ich im alten Blog bereits über die > Gewöhnliche Sternhyazinthe Chionodoxa luciliae, die ihre rosa Blütensterne im noch niedrigen Bewuchs der Wieseninsel zeigte, wo ich die im Herbst gekauften und dann im Auto vergessenen Zwiebelchen im Dezember an einer offenliegenden Stelle im Boden untergebracht hatte.

Chionodoxa luciliae stand auf dem Pappschild der Handelsverpackung vom vorigen Herbst, auch bekannt als Schneeglanz, Schneestolz. Eine Recherche im Internet förderte zutage, dass es inzwischen neben dem klassischen Blau auch verschiedene Sorten in Weiss und Rosa gibt, und dass dieses Spargelgewächs im Boz-Dağ-Gebirge in der westlichen Türkei beheimatet sei. Als ich am 7. April schrieb, ich sei neugierig, wie es mit ihnen weitergehen wird, erwartete ich nicht, sie in diesem selben Jahr noch einmal wiederzusehen:

Vor wenigen Tagen jedoch entdeckte ich sie beim Fotografieren überraschend als unerwartet Violettes im vergilbend-lichten Schatten des hochgewachsenen Echten Johanniskrauts Hypericum perforatum auf der grossen Wieseninsel. Auf einem langen Stängel reckt sich die ungewöhnliche Sternhyazinthe nach oben und blüht im Sommer.

Nochmalige Internetrecherche brachte mich hinsichtlich einer sommerblühenden Sternhyazinthen-Art zwar nicht weiter, aber die Pflanzengattung Sternhyazinthen bzw. Chionodoxa mit Heimatgebieten im Mittelmeergebiet und in Kleinasien ist doch umfangreicher und hybridenfreudiger, als mir bisher bewusst war. Die werden zwar trotzdem alle als Frühlingsblüher bezeichnet, aber offensichtlich weiss die Pflanze nicht, dass Menschen die Natur ordentlich klassifiziert haben und tut einfach, was sie für richtig hält, weil sie es kann.

Die ersten Fotos sind vom 6. April, das dritte und vierte vom 28. und 30. Juni 2019, im Garten, Lüchow im Wendland, Lüchow-Dannenberg, Niedersachsen. Zum Vergrössern bitte die kleinen Bilder im Beitrag anklicken.

 

17 Gedanken zu “Ungewöhnliche Sternhyazinthe

    • Das Zeichnen findet gerade keinen Platz im Alltag. Ich wühle zur Zeit recht viel im Garten und das macht die Gelenke anschliessend immer etwas steif – ziemlich kontraproduktiv zur filigranen Stiftführung.

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  1. Das ist ja putzig, sowas (ähnliches?) habe ich hier auch unterm Baum. Es sieht bei mir mehr wie ein Glockenblumengewächs aus, aber auch an so langen Stengeln. Ich dachte, sie wären aus einer Samenmischung, aber ich habe auch mal Schneeglanz dort ausgesetzt. Jetzt bin ich irritiert. Hier im Beitrag weiter unten sieht man sie. Sehen die so aus wie deine? Ich kanns auf dem Foto nicht so richtig erkennen.
    https://naturaufdembalkon.wordpress.com/2018/07/04/baumscheibe-im-juli/

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  2. Ja, das sieht passend aus!! Da wäre ich nie drauf gekommen. Als du Spargelgewächs schriebst, wunderte ich mich noch! Dann weiß ich jetzt ja, wonach ich suchen muß. Und wie es aussieht, haben sie die falschen Pflanzen verkauft. So wie meine „nutzlose“ Iris damals! Wer weiß, da kullern die Zwiebeln vom Tisch, sehen alle gleich aus und schwupps ;-)

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