Wieseninsel-Sommer

Hier sind einige Wieseninsel-Blicke aus den letzten Junitagen, meine kleine, vielgestaltige Erlebnis-Wildnis:

Die Wieseninseln im Garten sind endlich in einem Zustand angekommen, in dem ich die Wildnis, die ich entlang der Wegränder in den letzten Jahren vermisse, innerhalb des Gartenzauns vorfinden kann. Wer Lust hat, sich Bilder aus früheren Jahren anzusehen, kann einiges im vorigen Blog unter dem Stichwort „Wiesen-Inseln“ finden > hier.

Begonnen hat die Inselplanung Im Sommer 2012 mit ein paar Stängeln Wiesenmargeriten, die beim Rasenmähen ausgespart wurden, so dass 2013 schon ein kleiner Tuff entstand, wie auf > Abendbildern vom Garten von Anfang Juli 2013 zu sehen. Zugleich wurden ausserhalb des Gartens plötzlich die Wegränder regelmässig gemäht und es gab keine schönen Feldraine mit Insekten-Erlebnissen mehr, so dass sich durch diese Verarmung meine Motivation, die „Wildnis“ in den Garten zu holen, verstärkte.
Das hat sich ganz schön hingezogen, und eigentlich muss ich mich beim Dürresjahr 2018 bedanken, das den Rasengräsern so zugesetzt hat, dass in diesem Jahr die Wieseninseln mit Schafgarben, Margeriten, Johanniskraut, Wiesen-Flocken-Blumen, Heidenelken, Hasenklee, verschiedenen Sauerampfern und Witwenblumen, Wildem Dost, Rainfarn, Nachtkerzen, Klappertopf, Pippau, Habichtskraut und vielen anderen mehr geradezu prächtig gediehen sind, und das Insektenleben darin im Vergleich zum vorigen Jahr nicht minder.
Für die Insekten und mich müssen es keine zarten Wiesenblumen sein, die robusten, blütenreichen Pflanzen der etwas verachteten trockenen „Unkrautfluren“ und Brachen sind genau richtig für den sandigen Boden. Um diese Wieseninseln mit den vielen tiefwurzelnden Pflanzen brauche ich mir keine Sorgen mehr zu machen, dass sie vertrocknen, und ich geniesse die Grashüpferkonzerte beim Beobachten der verschiedenen Insekten, wie Käfer, Wildbienen, Hummeln, Fliegen, Wespen, und Falter die darin herumschwirren.

Fotos vom 28. bis 30. Juni 2019 von einigen der Wieseninseln im Garten, Lüchow im Wendland, Lüchow-Dannenberg, Niedersachsen. Zum Vergrössern bitte die kleinen Bilder in der Galerie anklicken, zum Vergleichen mit früheren Jahren dem Link > Stichwort „Wiesen-Inseln“folgen.

26 Gedanken zu “Wieseninsel-Sommer

    • Es sieht nach mehr aus als es ist, seltsamerweise, obwohl diese Pflanzen z.T. sehr hoch sind, aber Arbeit macht es inzwischen erfreulich wenig. Da muss n ur gehätschelt werden, was neu gepflanzt wurde. Kürzlich kamen für einen niedrigeren Bereich Rundblättrige Glockenblumen dazu, die bekommen vorläufig noch jeden Tag etwas Wasser, bis ich sehe, dass sie wirklicch angewachsen sind, denn eigentlich mögen sie es direkt trocken, dann.
      Paradiesisch finde ich es auch, es hat sowas von Kindheits-Wildnis und Urlaub, wo man Wildzelten kann. :)

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  1. Das sieht sooo schön aus und nach richtiger Wildnis. Wenn man nicht wüßte, daß die Fotos aus deinem Garten sind, könnte man meinen, man steht an einem Feldrain oder sonstwo in der Wildnis. Da tobt bestimmt das wilde Leben und die Grashüpferkonzerte müssen auch schön sein. Wie wäre es mit einer Tonaufnahme :-) Und das sie robust sind und du sie nicht gießen muß, ist derzeit ein riesiger Pluspunkt. Wirklich superschön!!!

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    • Dank, Almuth! Genau so sollte das werden, mit diesem Eindruck. Da ist wirklich immer Leben drin, und man hat den Luxus, mehrere Insekten gleichzeitig zu sehen.
      Das mit bzw. ohne Giessen ist ja ein wirklich wichtiges Thema.

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      • Ich glaube, ich muß noch mal von vorne anfangen, sowas will ich auch, lach! Leider saufen die Pflanzen in den Töpfen meist mehr als normal, abgesehen von Fetthenne. Es freut mich jedenfalls für dich, daß es sich so toll entwickelt hat. Du ersetzt ein bißchen von der fehlenden Natur aus der „Natur“ ringsum. Wie verrückt, aber so ist es wohl. Hoffen wir, daß es sich bald ändert!!!

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        • Ja, ich habe mir sozusagen den komprimierten Wegrandschatz in den Garten geholt, der draussen immer weggemäht und vergiftet wird. Auf einem Balkon sähe es damit vermutlich völlig anders aus, wollte man dieselben Pflanzen eintopfen. Wobei Rainfarn als Großstaude im Topf mal einen Versuch wert wäre. Es gibt einige Wildbienen, die darauf abfahren.

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