Auf einmal Distelfalter!

Als hätte der gestrige Gewittersturm sie hergebracht, waren da auf einmal Distelfalter: eins, zwei, drei, ganz viele!

Monatelang hat sich hier kaum ein Schmetterling blicken lassen, aber heute Vormittag war plötzlich eine ganze Schar Distelfalter Vanessa cardui im Garten, zu Besuch auf der Wieseninsel mit den Acker-Witwenblumen Knautia arvensis:

Auf diesem ersten Foto sind drei zugleich – ein wahrgewordener Falter-Traum, so noch nie zuvor mit Distelfaltern erlebt und überhaupt in diesem Jahr noch mit keiner Falter-Art. Und es kamen noch weitere dazu. Um sie aber gross genug im Bild zu haben, sind in der Galerie nur Fotos mit ein bzw. zwei Distelfaltern zu sehen:

 

Wenn man ihre beschädigten Flügel betrachtet, scheint einiges für die Sturm-Theorie zu sprechen, sie sehen alle ganz schön mitgenommen aus. Im > Wikipedia-Artikel zur Art steht auch beschrieben, dass sie sich zwischen Mai und Juli von Süden über die Alpen nach Deutschland kommend mit dem Wind bis nach Nordeuropa tragen lassen, um sich dort fortzupflanzen. Wenn sie hier genug Nahrung finden, standen ihre Chancen, Partner zu finden jedenfalls heute sehr gut. Als ich mit Bongo einen Spaziergang durch die nahegelegenen Felder machte, waren sie zu Hunderten auf den Kornblumen zu beobachten, solche Mengen habe ich absolut noch nie gesehen.

Fotos vom Vormittag des 6. Juni 2019 im Garten, Lüchow im Wendland, Lüchow-Dannenberg, Niedersachsen. Zum Vergrössern bitte die Bilder anklicken.

20 Gedanken zu “Auf einmal Distelfalter!

  1. Dann sind die beiden, die wir gestern umeinandergaukeln sahen, aber deren Flügel es immer nur von außen zu sehen gab, außer einen winzigen Augenblick lang, und die wir in diversen Büchern suchten, vielleicht ja wirklich doch die Distelfalter, die uns anhand der Bilder dann am wahrscheinlichsten schienen!?
    Es wären die ersten, die je unseren Garten fanden!

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    • Das ist bestimmt ein gutes Zeichen. Eben sah ich auch noch einige hier, wenn auch nicht mehr diesen aussergewöhnlichen „Massenauflauf“ wie gestern. Sie verteilen sich wohl jetzt, und machen sich an die nächste Generation :-)

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  2. Das ist ja absolut irre! Und vorher hattest du noch nie welche oder nur wenige? Ich meine, es wundert mich nicht, daß sie zu dir kommen, bei dem leckeren Angebot, aber die Menge ist ja wirklich überraschend. Wie schön!! Deine Sturmtheorie hört sich logisch an. Gepustet hat es ja ganz ordentlich. Vielleicht sind sie dann alle auf einmal abgebogen :-)

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          • Hängengeblieben? Naja, das Wetter war letztes Jahr glaube ich mehr nach Schmetterlingsgeschmack oder? Ich habe noch nicht viele gesehen dieses Jahr, gestern morgen einen C-Falter. Der treibt sich hier jedes Jahr rum ;-) Ich weiß es nicht. Wenn sie zu den Insekten zählen, die am sensibelsten reagieren, wäre das nur ein weiteres Zeichen. Ich weiß es nicht..

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            • Gar nicht, hätte ich gesagt: meiner Ansicht nach sind zumindest bei uns keine Schmetterlinge, weil ihre Futterpflanzen vertrocknet sind. Brennesseln zu Beispiel, als wichtigste für gleich mehrere Arten. Die Folgen bekommt man dieses Jahr erst zu spüren, weil es keine Falter gibt.

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              • Das mag sein. Aber es gibt ja auch andere Falter mit anderen Futterpflanzen, aber da bin ich nicht bewandert. Wir werden sehen, was noch kommt und was gar nicht da sein wird, aufgrund der Dürreprobleme.

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                • Bisher haben wir , abgesehen von den gerade eingeflogenen Distelfaltern, die sich ganz wohl fühlen, einige wenige Kohlweisslinge, so ganz allgemein, und im Garten ab und zu Kleine Wiesenvögelchen und wieder ein zum Bestimmen noch nicht genau genug gesehener Bläuling. Beide Arten ernähren sich von weniger in Mitleidenschaft gezogenen Pflanzengruppen.

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                  • Das ist natürlich traurig. Vielleicht gibts dafür mehr Falter, die sich von Greiskraut, Flockenblumen und Wilden Möhren ernähren, wenn die Raupenbesuch haben. Das Greiskraut auf jeden Fall! Hoffen wir, daß es sich dieses Jahr besser entwickelt!!

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