Auf einmal Distelfalter!

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Als hätte der gestrige Gewittersturm sie hergebracht, waren da auf einmal Distelfalter: eins, zwei, drei, ganz viele! Monatelang hat sich hier kaum ein Schmetterling blicken lassen, aber heute Vormittag war plötzlich eine ganze Schar Distelfalter Vanessa cardui im Garten, zu Besuch auf der Wieseninsel mit den Acker-Witwenblumen Knautia arvensis:

2019-06-06 LüchowSss Garten Distelfalter (Vanessa cardui) + Acker-Witwenblume (Knautia arvensis) (13)

So habe ich noch nie zuvor Distelfaltern erlebt und überhaupt in diesem Jahr noch mit keiner Falter-Art. Und es kamen noch weitere dazu. Um sie aber gross genug im Bild zu haben, sind hier nur Fotos mit einem bzw. zwei Distelfaltern zu sehen.

2019-06-06 LüchowSss Garten Distelfalter (Vanessa cardui) + Acker-Witwenblume (Knautia arvensis) (7)

Wenn man ihre beschädigten Flügel betrachtet, scheint einiges für die Sturm-Theorie zu sprechen, sie sehen alle ganz schön mitgenommen aus. Im > Wikipedia-Artikel zur Art steht auch beschrieben, dass sie sich zwischen Mai und Juli von Süden über die Alpen nach Deutschland kommend mit dem Wind bis nach Nordeuropa tragen lassen, um sich dort fortzupflanzen.

2019-06-06 LüchowSss Garten Distelfalter (Vanessa cardui) + Acker-Witwenblume (Knautia arvensis) (7)

Wenn sie hier genug Nahrung finden, standen ihre Chancen, Partner zu finden jedenfalls heute sehr gut. Als ich mit Bongo einen Spaziergang durch die nahegelegenen Felder machte, waren sie zu Hunderten auf den Kornblumen zu beobachten, solche Mengen habe ich absolut noch nie gesehen.
Fotos vom Vormittag des 6. Juni 2019 im Garten, Lüchow im Wendland, Lüchow-Dannenberg, Niedersachsen. Zum Vergrössern bitte die Bilder anklicken.

20 Gedanken zu “Auf einmal Distelfalter!

    1. Und hoffentlich finden sie Nahrung. Obwohl: wenn man den Wikipedia-Artikel liest, sind sie weniger festgelegt als ihr Name suggeriert. Ich bin gespannt, ob ich heute noch welche zu Gesicht bekomme, oder ob sie mit dem Nachmittagsregen weitergereist sind.

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          1. Eine Distel habe ich und die Knospe ist kurz davor aufzublühen. Vielleicht über Pfingsten, aber da sind wir dann für eine Weile im Urlaub. Ist auch egal, denn die Distelfalter mögen auch andere Blüten. Der Schmetterlingsflieder blüht auch noch nicht und da hatte ich im letzten Jahr regen Besuch von verschiedenen Schmetterlingen.

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  1. Dann sind die beiden, die wir gestern umeinandergaukeln sahen, aber deren Flügel es immer nur von außen zu sehen gab, außer einen winzigen Augenblick lang, und die wir in diversen Büchern suchten, vielleicht ja wirklich doch die Distelfalter, die uns anhand der Bilder dann am wahrscheinlichsten schienen!?
    Es wären die ersten, die je unseren Garten fanden!

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    1. Das ist bestimmt ein gutes Zeichen. Eben sah ich auch noch einige hier, wenn auch nicht mehr diesen aussergewöhnlichen „Massenauflauf“ wie gestern. Sie verteilen sich wohl jetzt, und machen sich an die nächste Generation :-)

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  2. Das ist ja absolut irre! Und vorher hattest du noch nie welche oder nur wenige? Ich meine, es wundert mich nicht, daß sie zu dir kommen, bei dem leckeren Angebot, aber die Menge ist ja wirklich überraschend. Wie schön!! Deine Sturmtheorie hört sich logisch an. Gepustet hat es ja ganz ordentlich. Vielleicht sind sie dann alle auf einmal abgebogen :-)

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          1. Hängengeblieben? Naja, das Wetter war letztes Jahr glaube ich mehr nach Schmetterlingsgeschmack oder? Ich habe noch nicht viele gesehen dieses Jahr, gestern morgen einen C-Falter. Der treibt sich hier jedes Jahr rum ;-) Ich weiß es nicht. Wenn sie zu den Insekten zählen, die am sensibelsten reagieren, wäre das nur ein weiteres Zeichen. Ich weiß es nicht..

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            1. Gar nicht, hätte ich gesagt: meiner Ansicht nach sind zumindest bei uns keine Schmetterlinge, weil ihre Futterpflanzen vertrocknet sind. Brennesseln zu Beispiel, als wichtigste für gleich mehrere Arten. Die Folgen bekommt man dieses Jahr erst zu spüren, weil es keine Falter gibt.

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                1. Bisher haben wir , abgesehen von den gerade eingeflogenen Distelfaltern, die sich ganz wohl fühlen, einige wenige Kohlweisslinge, so ganz allgemein, und im Garten ab und zu Kleine Wiesenvögelchen und wieder ein zum Bestimmen noch nicht genau genug gesehener Bläuling. Beide Arten ernähren sich von weniger in Mitleidenschaft gezogenen Pflanzengruppen.

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                  1. Das ist natürlich traurig. Vielleicht gibts dafür mehr Falter, die sich von Greiskraut, Flockenblumen und Wilden Möhren ernähren, wenn die Raupenbesuch haben. Das Greiskraut auf jeden Fall! Hoffen wir, daß es sich dieses Jahr besser entwickelt!!

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