Bongo und die Maiskolben

Bongo liebt Maiskolben. Er geht ins Feld, wählt von einer Stange einen Kolben aus, packt ihn mit den Zähnen und zieht ihn mit leichter Drehung herunter. Dann sucht er sich einen gemütlichen Platz, legt sich mit dem Kolben zwischen den Pfoten hin und beginnt, ihn Hüllblatt um Hüllblatt auszuziehen.

2015-11-19 LüchowSss Bongo+Maiskolben 4x

Ist er damit fertig, der Kolben ist schon reif und die Körner hart und dunkelgelb, knurpselt er Korn für Korn vom Strunk. Im Sommer, wenn er sich einen grünen Kolben gemopst hat, zieht er ihn zwar genau so aus und reisst auch noch säuberlich den Bart ab, aber dann frisst er ihn mitsamt dem Inneren. Er wird es wohl in seinem ersten Lebenshalbjahr als Strassenhund in Bosnien so gelernt haben, um satt zu werden: er konnte das schon, als er Ende September 2009 zu uns kam, aber zweifellos ist es für ihn nun nicht mehr Not, sondern einfach nur ein verflixt leckerer Imbiss unterwegs. – Fotos vom 19. November 2015, am Wegrand bei Lüchow.

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11 Gedanken zu “Bongo und die Maiskolben

  1. Von manchen Menschen ist ja bekannt, dass sie ihre „Notnahrung“ aus Hungerzeiten (z. B. Stichwort: Steckrübenwinter) später nicht mehr (gerne) essen mochten. Bei Bongo ist das offenbar ganz anders 🙂

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