Zwischendurch Zeit für „Die Stunde der Wintervögel 2016“

Die sechste bundesweite Winter-Zählaktion des NABU und LBV, genannt „Stunde der Wintervögel“, startete am 8. und läuft noch bis einschliesslich heute, den 10. Januar 2016. Wer mag, kann sich heute noch eine Stunde Zeit dafür nehmen und Vögel in Garten oder Park oder bei einem Spaziergang beobachten – in der Hinsicht wurden die Gelegenheiten vom Futterhäuschen-Beobachten im Garten bis zum Spaziergang auch offiziell erweitert, die Meldungen des Vorjahrs hatten eh schon gezeigt, dass nicht wenige Teilnehmer es so interpretiert hatten.
Das Ergebnis von der Strichliste kann man auf der > Webseite des NABU – Naturschutzbund Deutschlands melden. Das Teilnahmeformular ist bis einschließlich 18. Januar geöffnet.

2016-01-10 LüchowSss Garten 'Stunde der Wintervögel' NABU Liste+Rotkehlchen 2

Bei mir sah das heute morgen zwischen 9 und 10 Uhr, mit der Kaffeetasse in der einen und dem Kugelschreiber in der anderen Hand aus den Fenstern in den Garten geblickt, so aus: 2x Amseln, 27x Blaumeisen , 1x Buntspecht, 2x Eichelhäher, 20x Feldsperling, 5x Haussperling, 16x Kohlmeise, 3x Ringeltauben, 1x Rotkehlchen, 3x Saatkrähe, 1x Turmfalke, 6x Weidenmeise, 1x Zaunkönig.
Weil es begonnen hat, intensiv zu regnen, war bei mir die Stunde am Morgen gerade richtig, aber vielleicht hat jemand anderes ja noch geeigneteres Wetter und Spass am Zählen. Ich finde die Listen der Meldungen nachher doch sehr interessant, auch wenn ich > im vergangenen Jahr in der Liste vieles zu absurd gefunden hatte, da es noch hiess, es solle nur im Garten gezählt weren, aber auf einmal auch Kolkraben, Wildgänse und Gänsegeier darin auftauchten, die wohl kaum am Meisenknödel im Garten gehangen waren, sondern als Überflieger gezählt wurden. Nachdem ich im vergangenen Sommer bei uns in der Feldmark beim Spazierengehen einen Gänsegeier sichtete, sehe ich das Ungewöhnliche sowieso anders als im Januar vergangenen Jahres.

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14 Gedanken zu “Zwischendurch Zeit für „Die Stunde der Wintervögel 2016“

    • Somehow. It is about a birds screening action to take part in until this day in Germany.
      People are invited to take their time for an hour to count the birds they meet. Then, there is some list on the Website of the NABU-organisation , where all these countings might be added to the common list, so the scientists could overview changes in the population of the different species over regions and years. I could imagine, there might be similar activities in Sweden, too?

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    • Danke, das hat sicher auch mit der absoluten Ortsrandlage zu tun, und damit, dass Bongo den Garten weitgehend katzenfrei hält. Und ich gehe davon aus, dass sich der eine oder andere mehrmals gezeigt hat. Wer solche Zählungen auswertet, wird sich darüber bestimmt auch klar sein.

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  1. Was mich wundert, ist die große Anzahl der Blaumeisen – mehr als Kohlmeisen. Das ist auch bei mir in diesem jahr erstmals so. Mengen- und artenmäßig kann ich allerdings nicht mithalten.

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    • Ich habe den Eindruck, die Blaumeisen sind irgendwie durchsetzungsstärker als Kohlmeisen; wenn es ans Futter geht, beobachte ich das jedenfalls so. Früher, in meiner Kindheit, gab es, meiner Meinung nach, viel mehr Kohlmeisen als Blaumeisen, die empfand ich da als ziemlich selten und scheu. Stimmt nicht mehr. Und cleverer sind sie anscheinend auch, wie der berühmte „Milchflaschentrick“ der englischen Blaumeisen aus den 50er Jahren beweist.

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      • Inzwischen beobachte ich seit über 60 Jahren, was sich so im Garten abspielt – allerdings in verschiedenen zwischen Braunschweig und Karlsruhe, derzeit in Wiesbaden. (Mein Vater hat mich schon im frühen Grundschulalter dazu gebracht). Dass Blaumeisen den Kohlmeisen quantitativ überlegen sind, sehe ich in diesem Jahr zum ersten Mal.Insofern decken sich unsere Kindheitsbeobachtungen.

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  2. 27 Blaumeisen, daß ist ja der Wahnsinn ! Bei mir war heute eher weniger los als sonst. Die Sonne schien ab mittags und vielleicht suchten viele Vögel schon wieder woanders nach Futter als an den Futterhäuschen. Aber Blaumeisen habe ich in letzter Zeit auch viele gesehen. Ich hatte angenommen, daß es an den guten Brutbedingungen liegt, weil wir die letzten Jahre so irre viele Frostspanner und damit auch Raupen hatten, aber wenn sie überall vermehrt auftreten, hats vielleicht noch andere Ursachen. Dafür flog noch kurz vor Schluß ein Schwarm von ca. 15 Grünfinken vorbei 🙂

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    • Grünfinken kommen dafür bei mir im Winter überhaupt keine an. Mag sein, dass es daran liegt, dass ich nur Meisenknödel und Haselnüsse füttere, und diejenigen lieber zu den Nachbarn gehen, die weder am am Knödelhalter noch am Boden picken mögen, wie Meisen, Sperlinge, Rotkehlchen, Zaunkönig und Amseln. Aber nachdem es doch zahlreiche Nachbarskatzen gibt, die unter den Futterhäuschen schon Warteposition beziehen, aber seltsamerweise bei mir – auch wegen Bongo – es überhaupt nicht erst versuchen, weil ich meine Fütterungen völlig unerreichbar an dünneren Zweigen und in einer Tanne aufhänge, bin ich mit der Verteilung ganz zufrieden.
      Mit den Meisen könntest du recht haben, die profitieren von den warmen Wintern, aber sie sind auch talentiert im Finden von Brutgelegenheiten und ziehen bei günstiger Witterung meistens zwei Bruten pro Jahr auf. Ich finde die kleinen, ziemlich kämpferischen Blaumeisen total niedlich, wenn sie sich unerschrocken gegen Spatzen behaupten. Dagegen sind die Kohlmeisen direkt Weicheier.

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  3. Die Grünfinken streifen eher am Rande des Grundstücks entlang; sie sind häufiger in den Baumspitzen zu sehen. So direkt am Haus habe ich sie auch fast noch nicht erlebt, außer bei großer Kälte. Ich glaube, die sind zu scheu – hier jedenfalls. Das mag bei anderen Leuten / Gärten anders sein. In einem sehr strengen Winter vor vielen vielen Jahren hatte ich mal eine ganze Schar Zeisige auf dem Balkon (zu niedlich !), die sich hier die Nüsse geholt haben. Aber das war die absolute Ausnahme. Seitdem habe ich hier am Vogelhäuschen nie wieder einen gesehen, leider. Naja, da war der Futterdruck extrem groß und dann kommen auch seltene Gäste. Das mit den Meisen hatte ich bislang auch eher andersrum wahrgenommen: mehr Kohlmeisen als Blaumeisen und die waren eher durchsetzungsstärker als die kleineren Verwandten. Aber warum sollte sich das nicht verändern ? Vielleicht sind die niedlichen Blaumeisen inzwischen plietscher geworden. Klein, aber schlau 🙂

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  4. Ich bin noch unschlüssig, ob ich die heutigen Daten eingebe, da sie sich von den Beobachtungen der Wochen zuvor deutlich unterscheiden. Bei dem Regen wurde der Meisenknödel kaum angeflogen. Stattdessen sah ich 5 Amseln, 1 Rotkehlchen, Goldammern, Feldspatzen, Eichelhäher, Elster und Ringeltauben am Bodenfutter. Bevor es so kalt wurde ich hatte Birkenzeisige in größerer Zahl an den Birkensamen.

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    • Solche Abweichungen hätte ich auch gern gehabt, wie du sie mit den Birkenzeisigen beschreibst!
      Bei mir war alles wie immer. Die Vögel, die lieber am Boden picken, putzen immer unter den Knödeln nach, von denen ich immer 3-4 Stück in einen Drahtkorb packe – damit können auch Sperlinge und Rotkehlchen umgehen, die ja ausserdem zusammen mit den Amseln und dem Zaunkönig die vielen Brösel davon auf dem Boden darunter nutzen.
      Das Wetter heute war widrig, genau wie im letzten Jahr, als es so stürmte, dass die Vögel Mühe hatten, sich festzuhalten.

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