Zwischen ‚Het Pand‘ und dem Oude Postkantoor, wieder einmal ( am 3. Tag in Gent )

Nachdem ich vom Blumenmarkt auf dem Kouter ein Stück durch die Veldstraat gegangen war, beschloss ich, doch noch einen Schlenker beim „Pand“ vorbei zu machen, also bog ich an der Hoornstraat noch einmal zur Predikherenbrug ab, überquerte wieder die Leie und hielt mich dann rechts; an der Strasse namens Onderberge kann man dann endlich die Vorderseite des ehemaligen Dominikanerklosters aus dem 13. Jh. sehen, dessen langgestreckten Flügel aus grauem Natursteinvon der Leie aus gesehen so wirkt, als würde einem jemand den Rücken zukehren – darum war ich neugierig. Im Buchsbaumgarten steht eine abstrakte Bronzeplastik vom Künstler Maurits Witdouck:

Während des Bildersturms im 16. Jh. wurden die Klosterbilbliothek zerstört und die Mönche vertrieben, sie kehrten später zurück, aber durch die Zeit während der Französischen Revolution war das Kloster als solches wieder verboten worden und wurde an einen Privatmann verkauft, es wurde zu Geschäfts- und Wohnraum, war aber zu teuer zu erhalten und verkam zunehmend, eine der beiden Kirchen wurde sogar abgerissen und übrig blieb nur die Sint-Michielskerk dahinter. Kurz vor der Weltausstellung wurde der Leie-Flügel durch den Architekten Ernest Van Hamme restauriert, der Rest bleib, wie er war und bis 1955 war der Zustand so schlecht, dass alles für unbewohnbar erklärt wurde.
Das ehemalige Kloster mit Hospital gehört seit 1963 der Universität Gent, die es durch den Architekten Michel Bourgois restaurieren liess; nun dient das Baudenkmal als Kulturzentrum und Museum.

Die Sint-Michielskerk habe ich schon > hier gezeigt, ich war ja am Vortag schon einmal dort, nur aus einer anderen Richtung gekommen. Auch über die Sint-Michielsbrug war ich schon gegangen und habe auch fotografiert, trotzdem sind die Fotos diesmal ein bisschen anders. > hier kann man vergleichen, und die Informationen zur Brücke, zu den Gebäuden und zum blick rechts und links der St. Michaelsbrücke nachlesen, die Korenlei und die Graslei auf der linken Seite mit der Burg Gravensteen in der Bildmitte, und der Predikherenlei auf der rechten Seite. Ich denke, dieser Punkt war das Zentrum aller Überlegungen zur Präsentation der Stadt Gent bei der Weltausstellung von 1913, mit dem prächtigen Postamt an der Sint-Michielshelling am Ende der Brücke und umliegenden Türmen der Stadt:

An dieser Stelle hat mich endgültig der Hunger eingeholt und ich beschloss, an einem der Tischen neben der Strasse gegenüber des Oude Postkantoors endlich das zu essen, was „alle“ in Belgien gegessen haben müssen: Pommes frites , aussen knusprig, innen weich. Dabei sah ich dem Treiben der Passanten zu und betrachtete die aufwändige Fassade des Alten Postamts mit den steinernen Portraits der zur Weltausstellung 1913 als Gäste erwarteten wichtigen Staatsoberhäupter.
Die Fotos sind von der Mittagszeit des 23. August 2015 in Gent – zum Vergrössern bitte die kleinen Bilder anklicken!

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