Porta de Montjuïc – Jardines de Walter Benjamin

Überquert man auf dem Fußgängerüberweg die Einmündung der Avinguda del Paral-lel in die Passeig de Josep Carner, welche die Plaça de les Drassanes umrundet, kommt man vom Stadtteil El Raval in das > El Poble-sec, und von den Jardins del Baluard vor den Mauern der Drassanes gelangt man hinüber in die ausgedehnteren Jardines de Walter Benjamin :

Man kann noch einmal über den Kreisverkehr zurücksehen, auf die Kolumbussäule und das alte Zollamt mit seinen geflügelten Greifen auf dem Dach, dann lässt die Parkanlage der Jardines de Walter Benjamin den Straßenverkehr im Bewusstsein des Spaziergängers zurücktreten, der Anblick der seltsamen Bäume nimmt einen ganz und gar in Anspruch:

Die bauchigen und stacheligen Ceiba insignis-Bäume sind lateinamerikanische Verwandte des Kapokbaums. Sie kommen aus den Wäldern von Süd-Ecuador und Nord-Peru; dort wachsen sie als etwa 10 m hohe Bäume mit großen grünen Früchten, die man hier auf den Fotos auch sehen kann. Erst 1988 wurde entschieden, dass sie zu den Malvengewächsen gehören.

Die Judasbäume Cercis siliquastrum mit ihren rosafarbenen Blüten sehen wesentlich lieblicher aus. Sie werden auch ‚Liebesbäume‘ genannt. Um sie herum hat man mit kleinen Hecken und Mäuerchen einige Nischen gestaltet, Bänke darin aufgestellt. Mittags waren sie noch unbesetzt, aber als ich nachmittags, auf dem Rückweg vom Montjuïc, hier wieder vorbeikam, hatten sich dort afrikanische Männer niedergelassen, und jeder von ihnen war damit beschäftigt, einen Brief zu schreiben; die Stimmung unter den blühenden Bäumen und hohen Palmen war berührend. – Über den Köpfen koboldeten die grünen Mönchsittiche Myiopsitta monachus durch die Baumkronen:

Auf dem linken Foto werden gerade noch junge Dattelfrüchte probiert, den Mönchssittich rechts habe ich bewundert, weil er auf den dornigen Zweigen der Ceiba insignis landete und herumkletterte, ohne sich zu pieksen.
An den Mauern, die von den Häusern des Poble-sec an den Park grenzten, gab es nur wenige betongraue Stellen, der meiste Teil der Flächen war von Graffiti bedeckt:

Man kann es immer wieder im Hintergrund sehen. Ebenfalls im Hintergrund erkennen lassen sich die Hinweisschilder, wo an der Carrer de Vila i Vilà auch der Park endet; auf dem letzten Bild sieht man den Weg durch die Grünanlage, wie auch ich ihn gegangen bin. Gefunden habe ich dies auf der Webseite > Porta de Montjuïc | Parcs i Jardins – Itineraris

Fotos vom Mittag & Nachmittag des 12. April 2015, Poble-sec, Barcelona – zum Vergrößern bitte anklicken!

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12 Gedanken zu “Porta de Montjuïc – Jardines de Walter Benjamin

  1. You are still at it. There is nothing left after seeing your site. I wanted to go back to Barcelona a third time and see what I had missed previously. You give me no choice, ah!ah!ah. What a city, what a pleasure? One of my favorites. Thank you for all this.

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    • Ich hänge noch in der Nachbereitungsschleife (und das mit Begeisterung), aber real sitzen Bongo und ich im Wendland, was in wenigen Tagen auch wieder Blogthema wird. Wir müssen bloß alle noch einmal virtuell auf den Montjuïc hinauf, um ein paar Kakteen und Palmen herumlaufen und danach gibt es wieder niedersächsische Gänseblümchen und Eichen. 🙂

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  2. Diese Ceiba-Bäume stehen doch überall in Mittelamerika im Regenwald rum – da sehen sie aber ganz anders aus — na, wahrscheinlich gibt es davon wie üblich 1234 Arten …

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  3. Das war wieder ein perfekter weiterer Teil deiner Stadtführung. Ich habe gesehen, dass diese inzwischen beendet ist (für mich beim Lesen zwar noch nicht 😉 …), schade! Andererseits bin ich auch schon wieder neugierig auf Wendländische Neuigkeiten und Berichte aus eurer dortigen Natur.

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    • Danke für’s Kompliment! Ich habe es sozusagen gerade zweimal bedauert, Barcelona zu verlassen.
      Aber es gibt da auch eine Ansammlung von Fotos rund um mein Zuhause, auf die ich mich freue, sie hier in Form zu bringen. 🙂

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